Die Psychodrama-Methode, wurde vom Wiener Arzt (Psychiater, Soziologe und Philosoph) Dr. med. Dr. h.c. J. L. Moreno (1889 - 1974) entwickelt.
Das Wort Psychodrama setzt sich zusammen aus den griechischen Begriffen „drama“ (Handlung, handelnde Darstellung) und „psyche“ (Seele, inneres Erleben).
Psychodrama ist eine Methode, Lebensfragen und -themen jeglicher Art, die den Menschen beschäftigen, szenisch-spielerisch darzustellen. Es kann sich beispielsweise um
innerseelische Konflikte
um belastende Situationen oder Beziehungen,
um Wünsche, Gefühle, Fantasien oder auch um Träume handeln.
Dank spezifischer Techniken und Arrangements ist es möglich, nicht nur konkrete Fragen und Konflikte, sondern insbesondere auch das innere Geschehen und Erleben, die Realität der Seele (Komplexe, Schattenthemen, ein schlechtes Gewissen, etc.), im Psychodrama darzustellen und damit sichtbar zu machen.
Durch das Sichtbarmachen der äußeren und inneren Zustände werden diese wieder unmittelbar erlebbar und dadurch veränderbar. Vergangenes, Bekanntes und Aktuelles wird auf neue Art konstruktiv erlebt und neu bewertet, was zu einer neuen bewussten Einstellung zu diesem Thema oder Problem gegenüber führen kann. Zukünftiges kann spielerisch erprobt und ‚vor-gefühlt’ werden.
„Jedes wahre zweite Mal ist die Befreiung vom ersten“, sagte Moreno.